Tanzen im Regen beim Dorffest in Stedefreund

Die Max-Band sorgt für so gute Stimmung, dass es die Gäste trotz des Wetters auf die Tanzfläche zieht | © Marvin Wolter

Herford. Als während des Open-Air-Gottesdienstes Sonnenstrahlen in Form von gelben Papierfäden durch das Publikum gezogen werden, sind das für manche Stedefreunder die ersten Sonnenstrahlen, die sie an diesem Morgen spüren. Pastor Dietmar Stukes Predigt darüber, wie Gottes Liebe der Sonne ähnelt, muss die Herzen der Besucher aber nicht aufwärmen, denn die Stedefreunder zeigen dieses Wochenende, dass sie sich trotz mäßigen Wetters nicht davon abhalten lassen, ihre Dorfgemeinschaft zu feiern. Beim 55. Dorffest der Gemeinde wird getanzt und gefeiert und es werden sogar Traktoren gezogen.

Erstmals „Traktor-Pulling“

Das „Traktor-Pulling“ findet dieses Jahr zum ersten Mal statt. Am Samstag treten hier die „Heimatmatadoren“ aus Stedefreund gegen fünf befreundete Vereine wie die Feuerwehr Diebrock und den TUS Brake an.

Die Mannschaften müssen einen Traktor über eine festgelegte Strecke ziehen. Anschließend müssen die Mannschaften dieselbe Strecke zurücklegen – allerdings dürfen sie den Boden nicht berühren, sondern müssen den Weg nur mithilfe von fünf Bierkisten bewältigen. Die schnellste Mannschaft in beiden Herausforderungen gewinnt. Hier können die Stedefreunder gleich mit 2:45 Minuten den ersten Titel in der Disziplin für sich erobern. Generell zeigen die Gäste, dass ihnen Stedefreund am Herzen liegt. „Wir wollen uns wirklich bei allen bedanken, die trotz des Wetters hierher gekommen sind,“ meint Bernd Ongsiek, Vorsitzender des Stedefreunder Heimatvereins und Mitorganisator des Festes. „Bei guten Wetter feiern kann jeder, wir können aber immer feiern“, fügt sein Kollege Ulrich Krüger, der zweite Vorsitzende, hinzu. Am Samstagabend zieht es die jungen Menschen sogar trotz des Regens auf die Tanzfläche. Dazu spielt die Party-Band „Max Band“.

 

 

 

 

„Gulaschkanone“ als Verpflegung

 

Zum Familienprogramm am Sonntag beruhigt sich auch der Himmel wieder. Die symbolischen Papiersonnenstrahlen aus dem Eröffnungsgottedienst bleiben zum Glück nicht die einzigen Sonnenstrahlen an diesem Tag. Während die waschechte Country- und Folkband „Blue Sky Company“ mit ihren Westernklängen für gute Stimmung sorgt, gibt es für die Gäste reichlich Möglichkeiten, sich zu stärken. Die Brüder Rainer und Siegfried Scholz sorgen mit der „Gulaschkanone“ der Freiwilligen Feuerwehr Brake für eine ausreichende Verpflegung. Wem nicht danach ist, der kann auch zur klassischen Pommes greifen.

Die kleinen Stedefreunder dürfen sich über eine Hüpfburg freuen. Außerdem gibt es einen Ballonkünstler und Kinderschminken. Ab 15 Uhr wird dann im Vereinslokal Stedefreunder Krug zu Kaffee und Kuchen geladen. Der Erlös hiervon soll einem guten Zweck gespendet werden. „Das können auch mehrere gute Zwecke sein. Wir werden darüber wie jedes Jahr abstimmen“, erklärt Krüger.

Anschließend sind noch eine Aufführung der Tanzschule Roemkens und ein Auftritt der „City Party Band“ geplant. Doch schon jetzt haben die Gäste das Fest zu einem vollen Erfolg gemacht. „Wir haben mit unserem Verein auch das Ziel, dass wir dörfliche Gemeinschaft gemeinsam leben wollen“, sagt Ongsiek. Dörfliche Gemeinschaft ist an diesem Wochenende in Stedefreund wirklich spürbar.

Autor: Jan-Henrik Gerdener